Debitkarten Anbieter

Die Debitkarte ist ein aus Kunststoff (normalerweise PVC) hergestelltes bargeldloses Zahlungsmittel, das auch zum Abheben von Bargeld am Geldautomaten eingesetzt werden kann. Die Debitkarte wird im ISO 7810-Format hergestellt. Sie gewährt dem Kartenbesitzer keinen echten Kredit – das Girokonto wird nach Einsatz der Karte sofort belastet (debitiert). Die Debitkarte wird auch als Bankkarte, Sparkassenkarte oder Bankomatkarte (Österreich) bezeichnet. Manchmal wird sie fälschlicherweise als Scheckkarte bezeichnet.

Es gibt nationale und internationale Debitkarten-Systeme.

Zu den internationalen Systemen gehören Debitkarten, die mit dem MasterCard bzw. Visa Kreditkartenlogo versehen sind, sowie Maestro und Visa Electron. Die ersten zwei sind vor allem in den USA verbreitet.

Nationale Systeme sind z.B. Electronic Cash/POZ (Point of Sale ohne Zahlungsgarantie)/ELV in Deutschland, PIN in den Niederlanden, Interac in Kanada und NYCE/Pulse/Star/Interlink in den USA. Nationale und internationale Systeme werden oftmals auf eine Karte kombiniert.

Debitkarten haben in Europa eine höhere Verbreitung als Kreditkarten, denn sie werden in der Regel mit einem Girokonto ausgegeben. Um Missbrauch zu verhindern, muss der Kartenbesitzer sich bei Nutzung authetisieren. Er wird endweder gebeten seine Geheimzahl (PIN) einzugeben oder das entsprechende Dokument zu unterschreiben.

Die Debitkarte hat auf der Rückseite einen Magnetstreifen – auf diesem sind alle für die Abwicklung von Transaktionen wichtigen Informationen gespeichert. Seit Mitte der 90er Jahre werden viele in Deutschland ausgegebenen Bankkarten (Sparkassenkarten) ebenfalls mit einem Chip versehen. Die Funktion Geldkarte kann ohne einen Chip nicht genutzt werden.

In Deutschland gaben Banken und Sparkassen über 80 Millionen Debitkarten (Stand:2007) aus. In Österreich beläuft sich diese Zahl auf über 8 Millionen (Stand:2005).

Die heutige Debitkarte ist eine Kombination aus zwei Vorgängern: die in Europa entwickelte eurocheque-Karte und die US-amerikanische ATM-Karte (Automated Teller Machine).

Die eurocheque-Karte wurde ab 1968 ausgegeben. Sie gilt als Garantiekarte für einen eurocheque und ermöglichte am Anfang Bargelbezüge in Geldinstituten und später bargeldlose Zahlungen. Die ATM-Karte diente vorerst zum Bargeldbezug aus Geldautomaten unter Verwendung einer Geheimzahl (PIN) und wurde später zur bargeldlosen Zahlung an Point of Sale (POS)-Terminals verwendet.

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