Merkmale der Kreditkarte
Kreditkarten bieten eine alternative Zahlungsmöglichkeit zur Bargeldzahlung. Sie sind klein, passen in jedes Portmonait und bieten größere Freiheit beim Einkauf, sprich einen größeren Kreditrahmen als Bargeld. Das Plastikgeld kann an vielen Millionen Akzeptanzstellen weltweit verwendet werden – sowohl bei Händlern, als auch bei Geldautomaten.
Es gibt vier große Kreditkartengesellschaften die sich den europäischen Kreditkartenmarkt teilen: MasterCard, American Express, Visa und Diners. Als Kreditkarten werden nicht nur die echten Kreditkarten, sondern auch Chargekarten, Daily-Chargekarten, Scheckkarten bzw. Debitkarten und Prepaidkarten bezeichnet. In Deutschland sind die Visa-, AMEX- oder MasterCard-Chargekarten die gängigsten Kreditkartenarten.
Die Gebühren und Transaktionskosten werden von Händler getragen, dessen Waren bzw. Dienstleistungen der Karteninhaber erwirbt (Disagio). Die Höhe des Disagios hängt von der jeweiligen Tätigkeitsbranche und dem Transaktionsvolumen des Verkäufers ab und wird in der Regel von der Kreditkartenorganisation bestimmt. In manchen Fällen kann der Händler darüber verhandeln. Hinzukommen noch Fixkosten durch die Bereitstellung der Systeme. Kreditinstitute gewähren Vertragspartnern mit sehr hohem Transaktionsvolumen auch Sonderkonsitionen. Als Gegenleistung profitiert der Verkäufer bei Einhaltung aller Verfahrensanweisungen von einer Zahlungshaftung (Delkredere). Die Gebühren die bei der Verwendung einer Kreditkarte entstehen sind um vieles höher als bei der Zahlungsabwicklung mit Maestro- oder ec-Karte.
Welche Kosten für Kartenbesitzer entstehen hängt von den Voraussetzungen des gewählten Kreditkartenherausgebers ab. Viele Kreditinstitute geben ihre Kreditkarten kostenlos heraus. Manche stellen die Bedingung, dass ein gewisser Umsatz auf der Karte vorhanden ist um sie kostenlos zu erhlaten. Bei anderen Anbietern wird eine jahresgebühr fällig. Eine andere Möglichkeit sind die sogenannten Motivkarten, für die eine einmalige Gebühr von 10 bis 15 Euro gezahlt werden muss.
Kreditkarten können entweder von einer Bank oder von einem Kreditkarteninstitut erhalten werden. Um in den Besitz einer Kreditkarte zu gelangen, muss der Kunde eine ausreichende Bonität vorweisen. Die Kreditwürdigkeit des Antragsstellers wird anhand regelmäßiger Zahlungseingänge geprüft. Eine Ausnahme bilden die Prepaidkarten – eine postive Bonität ist hier nicht nötig.
Auf einer Kreditkarte sind folgende Daten enthalten:
- 1. Name des Karteninhabers – sichtbar geprägt auf der Vorderseite und auf dem Magnetstreifen gespeichert
- 2. Identifikationsnummer mit 16 bzw. 15 (bei American Express Karten) Stellen sichtbar geprägt auf der Vorderseite und elektronisch gespeichert
- 3. Verfallsdatum (Monat und Jahr) sichtbar geprägt auf der Voirderseite und auf dem Magnetstreifen enthalten
- 4. Prüfziffer - CVC1 bzw. CVV1, nur auf dem Magnetstreifen gespeichert
- 5. Unterschrift – wird vom Karteninhaber sichtbar in ein vorgesehenes Feld auf der Rückseite geprägt
- 6. Kartenprüfnummer – (CVC2 oder CVV2) sichtbar, aber nicht geprägt und nicht auf dem Magnetstreifen enthalten
- 7. PIN – Es gibt Karten mit oder ohne PIN. Bargeld von Geldautomaten abzuheben ist nur mit Kreditkarten mit PIN möglich